Krimi und mehr

Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, was denn nun das Mehr bei "Krimi und mehr" ist.

 

Ganz einfach. Wobei ... Nein. So einfach ist es auch wieder nicht. Aber auch nicht kompliziert.

 

"Krimi und mehr" zum einen deshalb, weil mein Autorinnenherz nicht nur für den Krimi, sondern auch ganz stark für die Phantastik schlägt. Mein erstes großes Romanprojekt (nachdem "Hurricane" sich vergaloppiert hatte) war ein Fantasyroman von epischen Ausmaßen. Natürlich mit allen Zutaten, die zur klassischen High Fantasy dazugehören: Drachen, Magier, Krieger - und eine Heldin, die keine sein will.

Ich habe ihn etwa um 1990 begonnen (die ersten Ideen dazu hatte ich aber schon als Teenager Mitte der Achtziger) - und immer noch nicht beendet. Wohl aber von vorne bis hinten geplottet, also komplett durchdacht und geplant. Ich müsste ihn nur noch zu Ende schreiben. Etwa 300 von ca. 1000 - 1200 Seiten habe ich schließlich schon.

Zwar hatte sich etwa um 2011 herum ein kleiner Verlag bereit erklärt, den Roman in ebook-Form als eine Art Fortsetzungsroman auf den Markt zu bringen, doch trennten sich mangels Erfolg bereits nach der zweiten Folge unsere Wege wieder.

Trotzdem: Ich hänge immer noch sehr an dieser Story und ich will sie beenden. Irgendwann.

 

Aber High Fantasy ist nicht alles.

Da wäre nämlich auch noch der phantastische Roman um den "Märchenkönig" Ludwig II, der ebenfalls unbedingt geschrieben werden will. Der Clou an diesem Buch: Ich weiß, wie und warum Ludwig II wirklich im Starnberger See gestorben ist ...

 

(Das ist er natürlich nicht, der Starnberger See, sondern die Josefsthaler Wasserfälle.)

 

 

"Mehr" heißt aber auch, dass ich nicht nur schreibe, sondern viele andere Interessen haben. Wenn Sie auf der Steckbriefseite waren, haben Sie ja schon einen Überblick über meine sonstigen Hobbys bekommen. Meine größte Leidenschaft neben dem Schreiben waren bisher das Laufen (das gipfelte 2006 in meiner leider einzigen Teilnahme am München Marathon) und die Fotografie.

 

Aber eben nur bisher.

 

Ich bin der Ansicht, dass das Leben zu kurz ist, um irgendetwas unversucht zu lassen, und so probiere ich alles aus, was mich auch nur im Entferntesten interessiert.

Bei manchen Dingen stelle ich sehr schnell fest, dass es nichts für mich ist. So war es zum Beispiel beim Klettern und beim Tauchen. An andere wiederum verliere ich sofort mein Herz.

 

Eine meiner zahlreichen schlaflosen Nächte habe ich mit einer Serie verbracht, in der in einer Szene für wenige Sekunden im Hintergrund ein Barde mit einer Harfe zu sehen war. Und da ward sie geboren - die Idee, ich könnte doch einmal das Harfespielen ausprobieren. Noch in dieser Nacht habe ich eine Harfenlehrerin in Baldham ausfindig gemacht und eine Probestunde vereinbart (natürlich nicht in der Nacht, sondern ein paar Stunden später).

Tja, was soll ich sagen - ich wusste von der ersten Sekunde an, dass die Harfe MEIN Instrument ist, und nach mittlerweile einem knappen Jahr Unterricht bin ich immer noch verliebt in dieses wunderbare Instrument. Ganz nebenbei bemerkt ist Petra Leipold-Huter auch eine fantastische Lehrerin, für die ich nach der Harfestunde gern regelmäßig auf der A99 im Stau stehe.

 

Ausflüge in die Malerei habe ich auch gemacht, von Aquarell über Acryl bis zu Öl war alles dabei, wobei mir das Malen in Öl und Acryl mehr liegt als Aquarell.

 

Zufällig bin ich dann noch über das Linolschneiden gestolpert. In der Schule habe ich - wie wohl sehr viele - erste Erfahrungen damit gemacht. Und nicht unbedingt positive. Schon allein den Geruch der braunen Platten fand ich fürcherlich.
Aber kaum tut man es freiwillig, macht es richtig Spaß.

Aber bei Harfe und Malerei sollte es nicht bleiben. Schon vor Jahren wollte ich unbedingt einmal die Steinbildhauerei ausprobieren. Nur machte mir damals das Rheuma einen Strich durch die Rechnung, da meine Hände durch die Schmerzen völlig kraftlos waren und ich keine fünf Minuten durchgehalten hätte.

 

2017 im August habe ich es aber schließlich gewagt und bei Rudolf Söllner in Aschau im Chiemgau einen fünftägigen Steinbildhauerkurs belegt. Und was soll ich sagen? Es war traumhaft. Sowohl die Landschaft als auch die Stimmung im Kurs. Und Spaß gemacht hat die Klopferei auch noch.

Ob eine Steinbildhauerin an mir verloren gegangen ist? Tja, das liegt im Auge des Betrachters ...