Ein klitzekleiner Lebenslauf

Warum ein klitzekleiner Lebenslauf?

Ganz einfach: weil kein Mensch einen ellenlangen Text lesen will. Deshalb in aller Kürze:

 

Geboren und aufgewachsen bin ich im Münchner Westen. Nach dem Abi und in etwa mit dem Beginn meiner Ausbildung bei der Polizei hat mein Nomadentum eingesetzt, und ich bin in schöner Regelmäßigkeit umgezogen. Erst nach Augsburg, dann nach Puchheim, von dort nach Dachau und wieder zurück nach Puchheim, nach Fürstenfeldbruck, nach Andechs und zu guter Vorletzt nach Steinebach am Wörthsee.

Inzwischen bin ich mit meinem Mann, Katzen und Hühnern in einem ca. 120 Jahre alten Haus in Oberbayern sesshaft geworden und werde dort wohl erst dann wieder ausziehen, wenn der Reichtum bei uns ausbrechen sollte. Also niemals.

 

Das Lesen habe ich schon vor dem Kindergarten gelernt, und zwar mit der BILD am Sonntag. Die Witze-Seite war damals meine Lieblingsseite, aber ich brauchte immer jemanden (meistens meinen Vater), der mir die Texte unter den Bildwitzen vorlas. Um dieses lästige Übel zu beseitigen (nicht meinen Vater - die Notwendigkeit eines Vorlesers), bin ich meinen Eltern so lang auf die Nerven gegangen, bis sie mir das Lesen beigebracht haben.

Als ich dann in den Kindergarten kam, haben die anderen Kinder immer gesagt, ich soll ihnen etwas aus den Kindergartenbüchern vorlesen - nur um dann zu behaupten, ich würde mir das alles nur ausdenken, und das würde da gar nicht stehen. Klar, sie konnten es ja nicht überprüfen ...

 

Mit den Erlebniserzählungen in der Grundschule kam bei mir die Lust aufs Schreiben, und ich begann in der 5. Klasse meinen ersten Roman: Hurricane, der schwarze Teufel. Es war natürlich ein Pferdebuch. Das war zu der Zeit, als ich Pferdepflegerin werden wollte. Aus dem Sturmwind wurde aber bald ein laues Lüftchen und schließlich eine Dauerflaute, so dass der Roman bis heute auf seine Fertigstellung wartet.

In der 6. Klasse hatte ich meine erste Veröffentlichung, und zwar in der Schülerzeitung. Heute würde man sagen, es war Fan-fiction. Damals war es einfach nur eine selbst ausgedachte Pumuckl-Geschichte.

 

Das Schreiben hat mich von da an nicht mehr losgelassen, auch es wenn zwischendurch längere Schreibpausen gab. Nach einigen veröffentlichten Kurzgeschichten folgte 2015 mein persönlicher Sechser im Autorenlotto: Durch einen Zufall ergatterte ich den letzten Platz in einem Schreibseminar der Textmanufaktur. André Hille, der Inhaber der Textmanufaktur, Seminarleiter und gleichzeitig Literaturagent, nahm mich nach dem Seminar unter seine Fittiche, feilte mit mir an meinem ersten Krimimanuskript - und brachte es sensationellerweise bei Ullstein unter, wo es 2016 unter dem Titel "Verletzung" erschien.

 

Der Rest ist sozusagen Geschichte.

 

Tja, und nun ist der Text doch länger geworden, als gedacht.